letzte Aktualisierung: Februar 2005
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Wanderwege
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Johann-Kroll-Wanderweg: Der "Klassiker" nach Altomünster

Benannt nach dem ersten Vorstand der Wander- und Bergfreunde, und markiert mit gelben Rauten, zieht ein herrlicher Wanderweg durch Bauernland und Wälder, durch Dörfer und Gehöfte rd. 14 Kilometer weit von Markt Indersdorf nach Altomünster.
Länge: 14 Kilometer; rd. 3 ½ Stunden; markiert;
zurück mit der Linie A von Altomünster nach Indersdorf
Strecke: meist befestigte Feldwege sowie gute Waldwege;
markiert
Karte: TK L 7734 und L 7732
Wegführung: Vom Marktplatz in Indersdorf wandern wir mit der Holzhauser Straße Richtung Westerholzhausen/Eichhofen ortsauswärts. Bevor nach rd. 400 m die Straße stark abfällt, gehen wir nach links, an der Gärtnerei vorbei und - rechts gehalten - zum Wald. Hier treffen wir auf die gelbe Markierung, die uns auf dem abwechslungsreichen Weg nach Altomünster begleitet. Wir wandern hinab in eine Senke und verlassen wenig später das Waldstück mit einem Feldweg nach Albersbach.

Um 1200 erstmals erwähnt, gehörte das Dorf die meiste Zeit zum Kloster Indersdorf. Um 1375 werden auch die Münchner Patrizier Impler als Grundbesitzer genannt. Um 1730 ist die Kirche "Heilige Kreuzauffindung" entstanden, an der wir auf unserem Weg durch das Dorf vorbeikommen.

Am Ortsende folgen wir der Markierung nach rechts - westlich - und gehen bei der folgenden Wegteilung nach links hinab in die weite Senke des Eichhofener Baches . Den Bach überquert und in einem Rechtsbogen hinüber zum nahen Wald, wo gleich zu Beginn ein kurzer Weg nach rechts zu einem schattigen Waldweg führt. Noch in den Ausläufern des Schloßholzes - das seinem Namen vermutlich dem nahebei liegendem ehem. Schloß Hof verdankt - spazieren wir durch den lichten Wald zum Straßerl, das von Hirtlbach herüberzieht. Mit dem befestigten Weg geht es am Waldrand nach rechts, und bereits wieder mit dem nächsten Weg nach links erneut in das Schloßholz.

Mit besonderer Aufmerksamkeit, vor allem an den Wegteilungen, durchstreifen wir das Waldgebiet in leichtem, abwechslungsreichem Auf und Ab, behalten stets die "gelbe Raute" im Blickfeld und erreichen das Verbindungsstraßerl, das von Hof herkommt. Hier auch herrliche Ausblicke, denn mit 526 m haben wir den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Im Vordergrund erkennen wir Hof, in der Senke "versteckt" sich Eisenhofen, darüber steht der bewaldete Höhenzug des Petersberges, und weit geht der Blick ins Land, über die Glonnauen hinweg nach Süden.

Zunächst hält sich das Straßerl noch am Waldrand, doch bald zieht unser Weg in einem Links- und dann in einem Rechtsbogen zum gegenüberliegenden Wald. Während rechts in der Senke die Höfe von Neusreuth zurückbleiben, ist das Waldstück auf gutem Weg schnell durchquert und vor uns liegt der Hof Happach. In weitem Bogen wandern wir dorthin, gehen um den Weiler herum und an seinem Ende mit einem Feldweg wieder zum Wald.

Der schöne, befestigte Weg zieht nun - vorbei an der Abzweigung nach Erlau - zur Straße Altomünster – Indersdorf. Drüberhalb spazieren wir über einen Höhenrücken zu einer Weggabelung, gehen nach links - bleiben auf dem Höhenzug - und kommen zum Straßerl nach Breitenau. Auf ihm einige Meter nach links und mit dem nächsten Feldweg nach rechts gegangen, wandern wir zu den Höfen von Hohenried. Vor dem ersten Haus führt uns der Weg nun - in einem Bogen um den Kalvarienberg herum - hinab in die Senke und hinaus nach Altomünster. Am Ende der Straße "Zum Kalvarienberg" in die Kellerbergstraße eingebogen, gelangen wir in wenigen Minuten zur Ortsmitte.

Kein Besucher des Marktes Altomünster wird es versäumen, die Kirche St. Alto zu besuchen. 1766 vom genialen Baumeister Johann-Michael Fischer an hervorragender Stelle über dem Marktplatz errichtet, zieht sie nicht nur schon von weitem die Blicke auf sich, sondern schlägt jeden Besucher in ihren Bann, der den Innenraum betritt. Trotz der sichtbaren Pracht teilt sich dem Besucher auch etwas von der Strenge des Ordens mit, für den ursprünglich der Bau als Klosterkirche errichtet wurde.

Für das leibliche Wohl sorgen mehrere Gasthöfe und Brauereien im Ort, bevor wir mit der Lokalbahn wieder zurück nach Indersdorf fahren.


(Auszug aus unserem Buch "Glonntaler Wanderwege" (das Buch ist leider vergriffen und nicht mehr lieferbar)).

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